Geschieden – auch von Gott?

Nähere Informationen, die über diese Auskünfte hinausgehen, erhalten Sie im Pfarrbüro oder vom Pfarrer persönlich.

Geschieden, schuldig oder schuldlos, ist nicht nur ein Urteil, sondern vielfach auch ein Verurteilen. Geschieden sein ist oft verbunden mit Einsamkeit, Unsicherheit, einem Gefühl des Ausgestoßenseins, mit Tränen, Trauer, Enttäuschung, zerschlagener Hoffnung und verlorener Liebe. Geschieden zu sein ist nicht nur das Los weniger am Rande der Normalität - Millionen leiden darunter. Eine Scheidung ist aber auch oft ein Versuch, einen neuen Weg einzuschlagen.

Das Urteilen und Verurteilen ist auch im Raum der Kirche und in der Gemeinschaft der Glaubenden zu finden. Zwar gibt es Gesetze und Normen. Ohne Zweifel gibt es die Wahrheit des Sakramentes und auch den überkommenden Glauben der Unauflöslichkeit einer gültig geschlossenen Ehe. Nachdenklich aber macht doch die immer wieder erlebte Tatsache, dass ein Einzelschicksal im Bann der Gebote und Gesetze verloren, manchmal sogar abgehakt ist.

Seelsorger und Priester wissen um diese Not. Wenn auch viele Fragen noch miteinander zu klären sind, so bleibt die feste Überzeugung, dass Menschen aus gescheiterten Ehen ihr Heimatrecht in der Kirche behalten, und dies nicht nur theoretisch. Deshalb lädt unsere Kirche und unsere Pfarrgemeinde alle Geschiedenen und Wiederverheirateten herzlich ein. Wiederverheiratete Geschiedene sind nicht aus der Kirche ausgeschlossen und auch nicht exkommuniziert. Geschiedenen, Alleinerziehenden und wiederveirateten Geschiedenen soll in unserer Gemeinde ein freundlicher Ort vorurteilsfreier Aufnahme sowie praktischer Hilfe gewiss sein.